Passive Systeme

 

Die Errichtung von passiven Systemen im Untergrund belasteter Standorte stellt eine noch junge Methode zur In-situ-Sanierung von kontaminierten Grundwässern dar.

 

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Reaktive Wände

Reaktive Wände werden als wasserdurchlässige Konstruktionen im Untergrund mit Hilfe von Spezialtiefbautechniken errichtet. Sie sind gefüllt mit einem reaktiven oder Adsorbermaterial, z.B. Eisenschwamm, das die im Grundwasser enthaltenen Schadstoffe bindet. Das Grundwasser durchströmt die Wände vollflächig (CRB: Continuous Reactive Barrier).

 

 

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Nachteilig bei der vollflächig durchströmten Wand ist, dass bei großräumigen Grundwasserleitern viel teures Reinigungsmaterial eingebaut werden muss und damit eine wirtschaftliche Ausführung nicht mehr möglich ist. Zudem können aus einer Überdimensionierung des Reaktorbereichs unzureichende Reinigungsleistungen resultieren. Eine Weiterentwicklung stellen die Funnel-and-Gate-Systeme dar.

 

Funnel-and-Gate Systeme

Für Funnel-and-Gate-Systeme werden trichterförmig angeordnete Dichtwände (sogenannte Funnel) errichtet, die das kontaminierte Grundwasser zum Gate leiten. Dort findet die Reinigung des  Grundwassers statt, z.B. über Aktivkohle oder Bioreaktoren. Das Wasser durchströmt das Gate im natürlichen Gefälle, d.h. passiv ohne dass Pumpen zum Einsatz kommen müssen. Nach der Reinigung wird das Wasser im Abstrom des Gates wieder in den Untergrund abgegeben.

 

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In den letzten Jahren wurden mehrere dieser passiven Systeme in Deutschland und auch weltweit errichtet. Dabei hat sich die BAUER Umweltgruppe durch vier Projekte mit innovativen Weiterentwicklungen und dem Bau des weltgrößten Funnel-and-Gate Systems in München einen großen Erfahrungsschatz geschaffen.