In-situ-Anwendungen der Radiofrequenz (RF)-Bodenerwärmung
Anlage zur thermisch unterstützten, mikrobiellen Bodensanierung in der Bodensanierungsanlage HirschfeldDie RF-Methode ist zur Erwärmung von elektrisch nicht leitenden Materialien geeignet und arbeitet nach demselben Prinzip wie ein Mikrowellenofen.
Durch die Anwendung der niederfrequenteren RF-Strahlung (im Frequenz-bereich von 3 bis 50 MHz) können jedoch größere Volumina (beispielsweise schadstoffbelastete Böden) behandelt werden.
Schema einer Anlage zur RF-Bodenerwärmung
Potenzielle Anwendungsfelder
I. Auftauen von gefrorenen Böden als Voraussetzung für den Einsatz unterschiedlicher Sanierungstechniken, insbesondere unter kalten klimatischen Verhältnissen (u.a. Permafrost)
II. Unterstützung des mikrobiellen Schadstoffabbaus
- Schaffung eines optimalen Temperaturmilieus
- Erhöhung der Bioverfügbarkeit der Schadstoffe
- jahreszeitlich unabhängiger Sanierungsfortschritt
III. Unterstützung der Thermodesorption von Schadstoffen
- Verbesserung der Durchlässigkeit des Bodens
- Erhöhung des Dampfdrucks und der Mobilität der Kontaminanten
- Nutzung von Strippeffekten (Wasserdampfdestillation)
- Thermische Unterstützung der Bodenluftabsaugung
Vorteile der Methode
- Die Methode ist im Temperaturbereich von –20°C bis über 400°C einsetzbar
- Die Erwärmung mittels RF-Energie bietet als in-situ-Methode die Möglichkeit der Beseitigung von tief liegenden und unter versiegelten Flächen befindlichen Kontaminationen
- Durch Erwärmung mittels RF-Energie können bei niedrigen und mittleren Temperaturen andere Sanierungstechniken unterstützt werden:
- Mikrobieller Schadstoffabbau: optimales Temperaturmilieu
- Bodenluftabsaugung: Steigerung des Schadstoffaustrags
Vorteile der Erwärmung mittels RF-Energie im Vergleich zu alternativen Methoden (Erwärmung durch Heißluft oder Wasserdampf):
- direkte Wärmeerzeugung im Bodenvolumen
- keine zusätzlichen Medien für die Wärmeübertragung
- keine Limitierung der Wärmeübertragung durch Oberflächen- und Grenzflächenbarrieren
- variable Heizraten und Endtemperaturen
- kein Einbringen von zusätzlichen Medien, die kontaminiert werden
- Anwendbarkeit auch für bindige Böden, in denen alternative Methoden versagen
© 2009 by BAUER Aktiengesellschaft. All rights reserved.
